Wiedergekäut, und wieder nix gelernt!

Junge Grüne wollen weniger „Wiederkäuen“ in Schulen

Ungewöhnlicher Aufzug vor einer Schule in Purkersdorf: In Kuh-Kostümen forderten die Jungen Grünen Niederösterreich mit einer Aktion eine neue Lernkultur in Schulen. Sie wollen weniger „Wiederkäuen“ von Inhalten und mehr eigenes Nachdenken und selbstbestimmtes Lernen.

 

Schularbeiten und Prüfungen bestimmen den Alltag der meisten Schülerinnen und Schüler. An der Sinnhaftigkeit dieser Tests zweifeln nun die Jungen Grünen. „Oft lernen SchülerInnen den Stoff nur auswendig, ohne sich intensiver damit zu beschäftigen. Der Großteil ist dann am Tag nach der Prüfung schon wieder vergessen“, so Florian Ladenstein vom Landesvorstand der Jungen Grünen Niederösterreich. „Anstatt Inhalte nur wiederzukäuen und bei Tests wieder auszuspucken, sollten aber die Interessen und die Freude am Lernen im Mittelpunkt stehen.“

Die Jungen Grünen wollen weg von den Einzelprüfungen und den Schwerpunkt auf eigenständiges Arbeiten und längerfristige Projekte legen. Außerdem brauche es mehr Raum für kritische Diskussionen. Der Unterricht sei nach wie vor stark von den Schulbüchern, einem straffen Lehrplan und den Lehrkräften vorgegeben, so die Jungen Grünen. Geht es nach ihnen, soll es quer durch alle Fächer mehr Zeit und ein ermutigendes Umfeld für kritische Diskussionen geben.

„Die Schülerinnen und Schüler wissen selbst, was sie besonders interessiert und wo sie sich verbessern möchten. Wir wollen mehr Mitbestimmung der SchülerInnen statt passives Wiederkäuen. Bildung muss für die gemacht werden, die es betrifft“, so Ladenstein.

Die Jungen Grünen Niederösterreich werben derzeit für eine neue Schulpolitik, die Schülerinnen und Schüler stärker in den Mittelpunkt stellt. Informationen zur Kampagne sind abrufbar unter: http://noe.junge-gruene.at/

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