Schule für unsere SchülerInnen!

Was die Bundesregierung derzeit macht, ist für uns Junge Grüne weitgehend unverständlich. Die gerade beschlossene Neue Mittelschule bringt zwar einige Verbesserungen im Unterricht, jedoch werden damit keine Bildungslücken geschlossen. Wir fordern noch immer ein Schulsystem, dass sich hinter die Stärken und Schwächen der SchülerInnen stellt. Wir sind der Meinung, dass eine gemeinsame Schule der 6- bis 14 -Jährigen weitgehende Verbesserungen in der Schule mit sich bringt.

Es gibt drei Hauptfaktoren, wie man zur richtigen Schulausbildung kommt. In Österreich entscheiden noch immer Herkunft, Standort und Begabung, welche Schule besucht wird.  Studien haben gezeigt, dass vor allem die Bildung der Eltern den Hauptgrund für die Wahl der zukünftigen Schule des Kindes ist. Das darf nicht sein! Die SchülerInnen gehören in den Mittelpunkt, denn sie sind unsere zukünftige Generation. Wir fordern Chancengerechtigkeit statt soziale Selektion! 

Bei einer gemeinsamen Schule  fällt die verfrühte Entscheidung des zukünftigen Bildungsweges mit derzeit 10 Jahren weg. Kinder können lernen, ohne sich mit dem jungen Alter von 10 Jahren den Kopf zu zerbrechen, ob sie eine Haupt-/ Neue Mittelschule  oder das Gymnasium besuchen werden können. Wer vermeintlich weniger begabt oder für wen ein Gymnasium schlecht erreichbar ist, kommt in die Hauptschule. Das dortige Leistungsgruppensystem dient nicht der individuellen Leistungssteigerung, sondern verfestigt Vorurteile über die Fähigkeiten der einzelnen SchülerInnen. Ihre AltersgenossInnen in der gymnasialen Unterstufe leben in der ständigen Angst vor Abstufungen und Umschulungen in die Hauptschule, weshalb der Großteil von ihnen private Nachhilfe in Anspruch nehmen muss. Trotz gleichlautender Lehrpläne haben Haupt- und AHS-SchülerInnen nach vier Jahren keine gleichwertigen Zeugnisse. HauptschülerInnen müssen für den Besuch einer höheren Schule besondere Leistungen erbringen oder eine Aufnahmeprüfung ablegen, AHS-SchülerInnen können auch noch mit einem Nicht-Genügend im Zeugnis den Weg zur Reifeprüfung beschreiten.

Schule geht auch ohne Noten! Eine individuelle Betreuung der SchülerInnen mit konstruktivem Feedback zu den unterschiedlichsten Leistungen tragen viel mehr zur Entwicklung des Kindes bei, als ein Ziffernsystem. Der tägliche Kampf um die bessere Note fällt weg, damit die Schülerin sich auf das Wesentliche der Schule, der Freude am Lernen konzentrieren kann.

Nie wieder Sitzenbleiben!  Wenn alle Unterstützung und Förderung bereits in der Schule erfolgt, bekommen auch jene eine faire Chance, die sich nicht auf ein vermögendes und gut vernetztes Elternhaus verlassen können. Schlechte Schulleistungen fallen bekanntlich nicht erst kurz vor Schulschluss vom Himmel, sondern sind für Lehrkräfte schon frühzeitig erkennbar. Deshalb setzt in der Grünen Schule die schulische individuelle Förderung ein, sobald Mängel erkannt werden und nicht erst, wenn die Eltern Nachhilfe organisieren und auch bezahlen können. Damit werden Defizite nicht bis zum Schulschluss weitergeschleppt und das Thema Sitzenbleiben ist allein schon deshalb keines mehr.

Monotonie und Auswendiglernen?  Lösungskompetenz!

Das derzeitige Schulsystem führt in eine Sackgasse, da es immer noch Stillsitzen und Auswendiglernen fördert statt Lösungskompetenz zu vermitteln. Im Schulalltag wechseln sich aus Sicht der SchülerInnen (und auch der Lehrkräfte) Langeweile und Stress ab. Langeweile, weil weder der Unterricht selbst noch die Gestaltung der Schule, des Pausenangebots, der Erholungsmöglichkeiten etc. auf die Talente, Interessen und die Neugier der Kinder und Jugendlichen eingehen; Dauerstress, weil Anpassung und Unterordnung belohnt und eigenständiges Denken und Handeln bestraft werden.

Kleinere Klassen und mehr PädagogInnen!

Qualität vor Quantität. Eine Klasse mit kleinere SchülerInnenanzahl und mit mehr gut ausgebildeten LehrerInnen bringt mehr, also volle und laute Schulklassen. Dabei muss auch die Ausbildung der LehrerInnen verbessert werden. Gehaltsunterschiede zwischen den unterschiedlichen LehrerInnen führen nur zu Neid und sozialer Differenzierung. Weiterbildungen für die Lehrkräfte müssen regelmäßig und verpflichtend angeboten werden.

Wir junge Grüne setzen uns für eine effzientere, bessere Schule ein. Unsere eigenen Erfahrungen haben gezeigt, dass viele der genannten Probleme über Jahrzehnte hinweg bestehen. Die Ergebnisse der PISA-Studien werden jährlich schlechter. Wir wollen den Sprung in die nächste Klasse schaffen, wir wollen eine Schule für alle SchülerInnen, egal welcher Herkunft!

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