Junge Grüne fordern Stopp für Straßenbau

Vier Monate nach Beschluss des Pariser Klimaabkommens fordern die Jungen Grünen Niederösterreich anlässlich des heutigen Tags der Erde dringend notwendige, klimapolitische Maßnahmen ein. Statt in Straßenbau wollen sie in emissionsfreie Mobilität investieren.

In Niederösterreich wird aktuell drei- bis viermal so viel Geld für Straßenbau ausgegeben, wie für öffentlichen Verkehr. Der Bau von neuen Umfahrungen, Straßen und Parkplätzen führe jedoch nicht nur zur Versiegelung wertvoller Naturräume, sondern auch zu mehr CO2-ausstoßendem Verkehr. Um diese Umweltzerstörung zu beenden, lassen die Jungen Grünen anlässlich des Tags der Erde mit einer drastischen Forderung aufhorchen: sie wollen einen sofortigen Stopp aller großen Straßenbauprojekte. „Anstatt als Land weiter Geld in den klimaschädlichen Autoverkehr zu stecken, braucht es eine langfristige Verkehrsplanung, die den Fokus auf klimaneutrale und leistbare Mobilität legt“, schlägt Florian Ladenstein, Sprecher der Jungen Grünen Niederösterreich, stattdessen vor.

In zahlreichen Studien sei bereits festgestellt worden, dass der Anteil an Autos reduziert werden müsse, um die ohnehin sehr vagen Pariser Klimaziele zu erreichen. „Eine Umfahrung mag kurzfristig eine Entlastung für AnrainerInnen sein, langfristig fahren wir damit aber Vollgas gegen die Wand. Wer Straßen baut, bekommt mehr Autos – ohne Verkehrswende wird es deshalb nicht gehen. Es muss für alle Menschen möglich werden, sich in Niederösterreich emissionsfrei zu bewegen. Denn egal wie viele Millionen die Landesregierung noch für den Straßenbau verschleudern will, eine Umfahrung für den Klimawandel gibt es nicht“, betont Ladenstein.

Geht es nach den Jungen Grünen, sollte das durch den Baustopp frei gewordene Steuergeld in den Ausbau von regionalen Bus-, Bahn- und Straßenbahnlinien sowie in verbesserte Radinfrastruktur investiert werden. Um Menschen zu einem Umstieg zu ermutigen, brauche es zudem kostenlose öffentliche Verkehrsmittel sowie innovative Konzepte zur Erschließung ländlicher und dezentraler Gebiete. „Uns ist bewusst, dass Autoverkehr ein polarisierendes Thema ist. Wer eine lebenswerte Zukunft will, muss aber auch die grundlegenden und unbequemen Probleme angehen. Eine Wende gelingt nur, wenn umweltfreundliche Mobilität auf allen Ebenen Vorrang bekommt“, so die Jungen Grünen abschließend.

Florian Ladenstein, Sprecher der Jungen Grünen NÖ, fordert eine ökologische Verkehrswende, damit teure Umfahrungen wie jene in Klosterneuburg nicht länger im Mittelpunkt der Landespolitik stehen.

Die Jungen Grünen fordern eine ökologische Verkehrswende, damit teure Umfahrungen wie jene in Klosterneuburg nicht länger im Mittelpunkt der Landespolitik stehen.

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