Jugendmonitor-Studie: „Zeit, in Bildung zu investieren!“

Der österreichische Jugendmonitor vom Bundesministerium für Jugend (BMWFJ) ist eine Studie, die in regelmäßigen Abständen die derzeitige Situation der Jugendlichen in Österreich beschreibt.

Die letzte Jugendstudie wurde im Juli 2012 zum Thema „Arbeit, Lehre, Jobsuche und berufliche Mobilität“ veröffentlicht.

Der Großteil der Jugendlichen (79%) sehen ihre Zukunft positiv. Der Studie ist auch zu entnehmen, dass  2/3 der Befragten 14-24 Jährigen die Lehre gleichwertig oder besser als andere Ausbildungen sehen.

Die Jungen Grünen Niederösterreich begrüßen grundsätzlich die Studie des BMWFJ, kritisieren aber die allgemeine Haltung dieser Studie. Einige Aspekte werden nicht näher behandelt. Jugendliche mit Migrationshintergrund werden beipielsweise nicht näher erwähnt.

Aus der Studie entnimmt man, dass ein Großteil der Jugendlichen die Lehre als Abschluss ihres Bildungsweges sehen und daher die Zahl der AkademikerInnen gering ist. Österreich liegt mit einer AkademikerInnnenquote von 19% klar unter dem OECD-Schnitt von 30%. (Link)  Der Abschluss des Bildungsweges „Lehre“ liegt aber vor allem auch daran, dass der Bildungswechsel in Österreich schwer möglich bzw. mit hohen Kosten verbunden ist. Auch die Meisterprüfung ist eine Kostenfalle, die gratis gemacht werden soll.

Die Studienberechtigungsprüfung beispielsweise, die den Lehrlingen den Weg zur Universität ermöglicht  ist weder einfach, noch billig. Die Jungen Grünen Niederösterreich fordern deswegen die kostenlose Vorbereitung für die Studienberechtigungsprüfung, um allen Menschen einen höheren Bildungsstandard zu ermöglichen. (Derzeitige Kosten durchschnittlich 600-1000 €)

Eine flächendeckende Bildungsreform ist notwendig. Derzeit wird die Entscheidung über den späteren Bildungsweg, der später oft nicht mehr geändert wird, bereits mit dem Alter von 10 Jahren, nach der Volksschule, getroffen. Der verfrühte Entscheidungsdruck führt zu einer 2-Klassen-Bildung.  Wir fordern deswegen eine gemeinsame Schule aller 6-14 Jährigen.

Daher: Es ist höchste Zeit, in Bildung zu investieren! 

 

von Maximillian Lehmann und Niklas von Mentzer-Marcev

 

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