Frauentag – Gleiches Geld statt rote Rosen!

Bei einer Straßenaktion vor dem St. Pöltner Rathaus fordern die Jungen Grünen Niederösterreich heute anlässlich des Weltfrauentags gleiches Geld statt rote Rosen. Anstelle von wirkungslosen Frauentagsgeschenken wollen sie Gleichstellung endlich in die Praxis umgesetzt wissen.

St. Pölten – Der 8. März ist der Internationale Frauentag, deshalb mahnen die Jungen Grünen heute erneut die fehlende Gleichberechtigung ein. “Heute ist nicht der erste Frauentag, trotzdem verdienen Frauen immer noch um ein Drittel weniger als Männer. Einmal im Jahr Rosen, Schokolade und Ähnliches auszuteilen, ist zwar schön und gut, bringt uns bei Frauenrechten aber keinen Schritt weiter. Es braucht gleiches Geld statt rote Rosen!”, so Florian Ladenstein, Sprecher der Jungen Grünen Niederösterreich.

“Vom Frauenwahlrecht 1918 bis zur Sexualstrafrechtsverschärfung 2015 wurde zwar schon viel erfolgreich erkämpft, es bleibt aber noch einiges zu tun. Gleichstellung geht uns alle etwas an, darum muss Gleichstellungspolitik endlich auch auf Stadt- und Gemeindeebene als eigene Querschnittsmaterie gedacht werden.” Als Beispiele mit Nachholbedarf nennen die Jungen Grünen den Mangel an sozialer Infrastruktur, die fehlende Frauenförderung in Wirtschaftsbetrieben sowie die unzureichende Ausfinanzierung der Frauenhäuser. Darüber hinaus kritisieren sie, dass Frauen im öffentlichen Raum weiterhin oft unsichtbar bleiben, da sich etwa in St. Pölten der Anteil an Straßen, der nach Frauen benannt wurde, immer noch im einstelligen Prozentbereich bewege.

Konkret setzen sich die Jungen Grünen deshalb für die gleiche Bezahlung von Männern und Frauen sowie für eine faire Aufteilung von Pflege- und Erziehungsarbeit ein. Sie wollen zudem,dass die bedeutenden Errungenschaften von Frauen sowohl öffentlich als auch in der Schule sichtbar gemacht werden und Schwangerschaftsabbrüche nicht länger im Strafgesetzbuch verankert sind. “Es ist höchste Zeit gemeinsam jeden einzelnen Tag dafür zu kämpfen, dass alle Menschen selbstbestimmt und frei leben können. Auf die vielen theoretischen Reden zu Gleichstellung muss jetzt endlich die Praxis folgen”, betont Ladenstein abschließend.

 

 

Share |